2007-03-31
Roger Federer
stimmt natürlich nicht...
2007-03-24
Sommerzeit
Der Wechsel auf die Sommerzeit steht heute Nacht an, wir werden alle um eine Stunde Schlaf betrogen werden. Nicht ich!
In weiser Voraussicht habe ich gestern meine Uhr um zwei Stunden vorgestellt, was mir beim Wechsel auf die Sommerzeit erlauben wird meine Uhr, statt eine Stunde vor, eine Stunde zurück zu stellen! Unter dem Strich werde ich also eine Stunde länger schlafen können. Da freue ich mich drauf.
2007-03-22
Reuter's law
Ich habe einen Weg entdeckt, das bekannte Murphy's law auszutricksen.
Jeder kennt das: "Wenn etwas schief gehen kann, wird es auch schief gehen!" Konkret bedeutet dies, dass man z.B. beim Einkaufen an der Kasse immer in der Warteschlange steht, die sich am langsamsten bewegt. Oder dass das Brot, wenn man es fallen lässt, immer mit der bestrichenen Seite nach unten auf dem Boden landet. Auch wird man häufig krank, gerade wenn man Ferien hat.
Aber jetzt gibt es Abhilfe: Reuter's law!.
Beim Einkaufen stelle ich mich nun immer in die Warteschlangen neben derjenigen, die ich eigentlich benutzen wolte. Auch das Brot bestreiche ich jeweils auf der unteren Seite. Selbst meine Ferien buche ich immer eine Woche später als geplant. Seit ich dies konsequent so durchziehe, ist mir nie mehr Ungemach widerfahren.
2007-03-15
2007-03-06
Mein grüner Grossonkel
Hier ist eine skurrile Geschichte. Als Kind dachte ich immer, meine Eltern würden scherzen, aber mittlerweile weiss ich, dass es wahr ist (sie scherzten).
Mein Grossonkel Alfred wurde - so sagen es die Gerüchte - an einem schönen Maiabend auf einer romantischen Bergwiese gezeugt. Dabei muss es zu einem genetischen Mix gekommen sein, denn er kam mit grüner Hautfarbe zur Welt (ansonsten war er allerdings gesund).
Später in seiner Kindheit fiel auf, dass er im Sommer immer wahnsinnig schnell wuchs, während er sich im Winter kaum entwickelte. Es stellte sich sodann heraus, dass er nicht nur grüner Hautfarbe war, sondern auch die Photosynthese beherrschte. So konnte er problemlos ohne Nahrung wochenlang ausharren (im Sommer) und fühlte sich stets blendend. Damals war das eine Sensation.
Nach Abschluss des Wachstums stellte sich seine einzigartige Fährigkeit jedoch eher als Nachteil heraus. Jeden Sommer wurde er dicker und dicker. Er war gezwungen die stärkste Sonnencreme zu benutzen, nur um nicht zuzunehmen. Sein Gewichtsproblem konnte schliesslich erst unter Kontrolle gebracht werden, indem er seine Sommerferien jedes Jahr in Grönland verbrachte.
Leider ist Grossonkel Alfred vor kurzem im Alter von 89 Jahren verstorben. Er war bis zu letzt kein bisschen welk. Nur der Tod seiner geliebten Gattin Flora vor 2 Jahren hat ihn etwas geknickt.
Die Beerdigung war sehr stilvoll, der Pfarrer hielt eine blumige Rede. Grossonkel Alfred wünschte kompostiert zu werden, was wir alle respektierten.
2007-02-28
Regime abgesetzt
In meiner Firma gibt es ab morgen 1.3.07 einen Regime-Wechsel. Ungleich zu den barbarischen Vorgehensweisen im Irak, erfolgt der Übergang von der alten zur neuen Regierung friedlich.
Die alte Leitung wurde mit viel Lob und Ehrungen verabschiedet. Die Lobesreden wahren sich da einig, es war sicher die bestmögliche Regierung. Kein krummes Wort, keine Dissonanz, pure Harmonie.
Und doch - da bin ich mir sicher - hätte sich manch einer bei uns gewünscht, das mit dem alten Regime kurzen Prozess gemacht würde. Und so geht das innerliche Fluchen und Jammern weiter, doch nach aussen herrscht schon wieder frohe Stimmung. Ich bin mir sicher, dass auch die neue Regierung die beste aller Regierungen werden wird.
2007-02-22
Der Antitourist
Wie jedes Jahr habe ich meine Winterferien in Belgien verbracht. Nicht, dass ich ein ausgesprochener Belgien-Fan wäre (das Bier ist allerdings vom feinsten), aber gute Bekannte von mir wohnen dort, die ich gerne einmal im Jahr besuche. Da ich es schade finde die Sommerferien für eine Belgienreise zu opfern, und ich sowieso nicht gerne Ski fahre, verbringe ich eben jeweils die Winterferien dort.
So reiste ich also wieder einmal nach Oostende. Oostende hat einen morbiden Charm im Winter. Es ist völlig ausgestorben, die Hälfte der Läden, Bars und Restaurant sind geschlossen, auch das Wetter ist unwirtlich, kalt und nass. Es wäre der perfekte Drehort für eine Kriminalgeschichte, eine Leiche die im grauen Atlantik treibt...
Auch dieses Jahr war ich wieder der einzige Tourist. Eigentlich sollte man mir eine Ehrenmedallie verleihen, weil ich mich bemühe auch im Winter etwas Leben in die Stadt zu bringen. Ich war noch nie im Sommer in Oostende, aber man kann sich kaum vorstellen, dass es dort mal richtig schön sein kann. Die Glanzzeit des Seebades muss so in den 20er bis 50er Jahren des 20. Jahrhunderts gewesen sein, in der Zeit bevor man locker nach Thailand oder auf die Malediven verreisen konnte. Danach wurde wahrscheinlich nichts Neues mehr gebaut, und auch nichts mehr renoviert.
Aber ich bin mir sicher, dass es eines Tages wieder trendig sein wird, die Ferien in einem solchen Ort zu verbringen. Und dann werde ich als der grosse Trendsetter in die Geschichte eingehen. Der, der schon zu Beginn des Jahrtausends seine Winterferien in Oostende verbracht hat!
2007-02-16
Müde Kerze
Bei mir in der WG spukt es, ich kann's mir nicht anders erklären. Ich, der ich eher ein Rationalist war, werde plötzlich mit Surrealem konfrontiert, mit Dingen, für die es keine Erklärung gibt.
Als ich gestern in mein Zimmer kam, fand ich meine schöne rote Kerze, die mir zu nächtlicher Stund mit ihrem zwar etwas schwächlichen, aber doch warmen Flackerlicht, schon manche erhabene Stimmung in den Raum gezaubert hat, in einem erbärmlichen Zustand. Am Vortag hat sie noch ahnungslos gebrannt, wie sie dies immer tut. Wer hätte gedacht, dass es so enden würde:
Ich muss sagen, das Bild ist schon fast pervers!
Aber es ist nichts gestellt, die Kerze hat tatsächlich schlapp gemacht, und mir ist es ein Rätsel, wie das in der Wohnung bei geschlossenem Fensterladen passieren konnte.
Da helfen weder blaue Pillen, noch sonstige Hilfsmittel. Ich muss eine neue kaufen gehen.
2007-02-10
Paris Hilton
Eine berufliche Reise führte mich nach Paris, wo ich auf Firmenkosten ganz unstandesgemäss im Hotel Hilton nächtigte, welches allerdings auch schon etwas in die Jahre gekommen ist.
So gehöre ich nun zu dem erlesenen Kreis von Männern, die zwar nicht mit, jedoch zumindest im Paris Hilton geschlafen haben.